Ist ein Pinguin ein behinderter Vogel?

Bei rationaler Prüfung lautet die Antwort „ja“. Wegen seiner Verschiedenheit, verglichen mit anderen Vögeln. Sein Gefieder ist eigentümlich. Der Körperbau ist stämmig, die Flügel sind schmal, das Brustbein ist breit, die Knochen sind dicht und schwer. Die Oberschenkel sind kurz, das Kniegelenk ist starr und die Beine sind stark nach hinten versetzt. Die Füße sind kurz und breit. Pinguine sind flugunfähig, ihr Gang ist watschelnd und schwankend. Sie sind kurzsichtig und können nicht singen, sondern trompetenhafte Rufe von sich geben. Kurz, der Pinguin ist ein behinderter Vogel. Er ist ein behinderter Vogel, wenn die Abweichungen in Körperbau, Gefieder, Fliegen oder Singen sowie die wankende Fortbewegung die Messgrößen sind.

Nun kommen wir von der Fehlerfahndung zur Schatzsuche: Pinguine sind nur etwas leichter als Wasser, so dass ihnen tauchen leicht fällt. Pinguine sind geformt wie ein Uboot. Sie fliegen unter Wasser und nutzen dazu die kräftige Brustmuskulatur. Die Fettschicht sorgt für eine Wärmeisolation, die Augen sehen unter Wasser hervorragend, zum besseren Druckausgleich können sie die Ohren schließen. Ihr Watschelgang ist biomechanisch extrem effizient, sie laufen dadurch effizienter als Menschen und bergab verwandeln sie sich in Schlitten.

Suchen wir Schätze und fahnden nicht nach Fehlern! Ändern Sie Ihre Betrachtungsweise, verändern Sie den eigenen Standpunkt und betrachten Sie Ihre Umgebung und die darin lebenden Menschen mit anderen Augen!