KIKS Bayern - Erklärung (Inklusion)

Sprache: Deutsch - Leichtsprache

Erklärung Inklusion

Hat ein Pinguin eine Behinderung?
Wenn man darüber nachdenkt, kann man sagen:
Ja.
Er ist anders als andere Vögel.
Seine Federn sind anders.
Sein Körper ist etwas dicker.
Seine Flügel sind klein.
Seine Brust ist breit.
Seine Knochen sind schwer.
Seine Beine sind kurz.
Er kann sein Knie nicht bewegen.
Seine Beine sind weit hinten.
Seine Füße sind kurz und breit.
Er läuft wie eine Ente.
Er kann nicht fliegen.
Pinguine sind kurzsichtig.
Kurzsichtig bedeutet:
Sind Dinge weit weg, dann sehen sie die Dinge schlecht.
Pinguine können nicht singen.
Sie klingen wie eine Trompete.
Deshalb hat der Pinguin eine Behinderung.
Weil zum Beispiel sein Körper anders ist.
Und seine Federn auch.
Der Pinguin hat aber nur eine Behinderung, wenn man sagt:
Alle Vögel müssen bestimmte Dinge so machen.
Und dürfen die Dinge nicht anders machen.

Aber ein Pinguin hat nicht nur Fehler.
Der Pinguin kann auch viele Dinge gut.
Pinguine sind etwas leichter als Wasser.
Deshalb können Pinguine gut tauchen.
Pinguine sehen aus wie ein U-Boot.
Sie können sich unter Wasser gut und schnell bewegen..
Sie haben kräftige Muskeln in der Brust.
Ihnen wird nicht kalt.
Weil sie viel Fett unter der Haut haben.
Unter Wasser können sie sehr gut sehen.
Sie können die Ohren schließen.
Damit sie keinen Druck auf den Ohren haben.
Das machen sie mit ihren Federn.
Aber:
Die Ohren von den Pinguinen kann man nicht sehen.
Das ist bei allen Vögeln so.
Sie brauchen zum Gehen wenig Kraft.

Sie brauchen weniger Kraft als Menschen beim Gehen.
Wenn sie den Berg hinunter wollen.
Dann legen sie sich auf den Bauch.
Und werden so zum Schlitten.

Das Beispiel mit dem Pinguin soll uns sagen:
Wir sollen nicht zuerst darauf schauen, was ein Mensch nicht kann.
Es ist besser darauf zu schauen, was ein Mensch kann.
Jeder Mensch kann bestimmte Dinge besonders gut.
Dazu kann man sagen:
Das sind seine Schätze.
Jeder Mensch hat auch Dinge,
die er nicht so gut kann.
Dazu kann man sagen:
Das sind seine Fehler.

Inklusion bedeutet hier:
Wir schauen zuerst auf die Schätze.
Und nicht auf die Fehler.