KIKS Bayern - UN BRK

Sprache: Deutsch - Leichtsprache

UN-Behindertenrechtskonvention

Das steht in diesem Text:

  • Was ist eine Konvention?
  • Warum gibt es die Konvention?
  • Was fordert die Konvention?
  • Wer unterstützt die Konvention?

Was ist eine Konvention?
Eine Konvention ist ein Vertrag.
Den Vertrag haben Menschen
oder Länder miteinander gemacht.
Und sie müssen den Vertrag einhalten.
Es gibt eine Konvention
über die Rechte von Menschen mit Behinderung.
Die Konvention wurde 2006 von der UN General-Versammlung gemacht.
In der General-Versammlung sitzen sehr viele Länder zusammen.
Sie alle sind in der UN.
UN ist eine Abkürzung für United Nations.
Das spricht man so:
Junaitid Neischns.
Das ist Englisch.
Und heißt auf Deutsch:
Vereinte Nationen.
Die Länder kommen aus der ganzen Welt.

Warum gibt es die Konvention?
In der Konvention steht:
Menschen mit Behinderung dürfen nicht benachteiligt werden.
Menschen mit Behinderung sollen als vollwertige Bürger anerkannt werden.
Das heißt:
Menschen mit Behinderung dürfen alles machen.
Was auch Menschen ohne Behinderung machen dürfen.

Was fordert die Konvention?
Die Konvention fordert Inklusion.
Das heißt:
Alle Menschen dürfen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
Und alle sind gleichberechtigt.
Das heißt:
Es ist dann egal:

  • welche Hautfarbe man hat
  • ob man eine Behinderung hat
  • wie alt man ist

Inklusion ist ein Menschen-Recht.
Das heißt:
Jeder Mensch hat ein Recht auf Inklusion.

Wer unterstützt die Konvention?
Zurzeit unterstützen fast 160 Länder die Konvention.
Das sind die meisten Länder von der Welt.
Die Konvention unterstützen heißt:
Sie wollen machen, was in der Konvention steht.
Zum Beispiel unterstützen diese Länder die Konvention:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Schweiz
  • England

Kern-Punkte

Die Kern-Punkte sind die wichtigsten Ziele von der Konvention.

Ein Kern-Punkt ist Barrieren abzuschaffen.
Barrieren sind Hindernisse.
In Städten und Gebäuden gibt es viele Barrieren.
Die Barrieren gibt es auch in Transport-Mitteln.

Transport-Mittel sind zum Beispiel:

  • Züge
  • Busse

Eine Barriere ist hier zum Beispiel:

  • Eine Treppe
  • Eine zu kleine Toilette

Die Barrieren sind oft schlecht für Rollstuhl-Fahrer.
Oder Menschen, die nicht richtig gehen können.

Es gibt auch Barrieren im Internet.
Zum Beispiel für:

  • Menschen, die nicht gut sehen können
  • blinde Menschen
  • Menschen mit Lernschwierigkeiten

Denn viele Internet-Seiten sind nicht barrierefrei.
Das heißt:
Man kann sich den Text nicht vorlesen lassen.
Oder der Text ist nicht in Leichter Sprache.

Deswegen will die Konvention, dass diese Dinge gemacht werden:

  • Es muss behindertengerechte Räume geben.
    Das heißt:
    Die Räume müssen zum Beispiel groß genug sein.
  • Es muss barrierefreie Internet-Seiten geben.
    Das heißt:
    Man muss sich den Text
    zum Beispiel vorlesen lassen können.
    Und den Text muss es auch
    in Leichter Sprache geben.
    Und in Blinden-Schrift.

Ein Kern-Punkt ist selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.
Die Konvention sagt:
Keine persönlichen Rechte dürfen einem Menschen
weggenommen werden.
Und keine Menschen-Rechte.
Persönliche Rechte und Menschen-Rechte bedeutet:
Jeder Mensch hat diese Rechte.
Und jeder soll die gleichen Rechte haben.
Kein Mensch soll ausgegrenzt werden.
Ausgegrenzt heißt:
Der Mensch darf nicht mitmachen.
Es soll auch kein Mensch entmündigt werden.
Das heißt:
Niemand soll für den Menschen mit Behinderung
entscheiden, wie er leben will.
Jeder soll zum Beispiel selbst bestimmen dürfen,
wie er wohnen will.
Oder wo er wohnen will.
Außerdem soll es Unterstützung und Hilfen geben,
damit man das Leben selbst bestimmen kann.
Eine Hilfe dafür ist zum Beispiel Persönliche Assistenz.

Ein Kern-Punkt ist gleiche Rechte für alle.

Das heißt:
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Dabei ist es egal:

  • welche Hautfarbe man hat
  • ob man eine Behinderung hat
  • wie alt man ist

Die Rechte sind zum Beispiel:

  • Recht auf Bildung und Erziehung
    Zum Beispiel:
    In einer inklusiven Schule.
    Das ist eine Schule für Kinder mit und ohne Behinderung.
  • Recht auf Arbeit

Menschen mit Behinderung sollen ihr eigenes Geld verdienen.
Dafür braucht man
einen inklusiven ersten Arbeits-Markt.
Erster Arbeits-Markt heißt:
Man arbeitet nicht in einer Werkstätte.
Sondern in einer Firma oder in einem Büro.
Inklusiv heißt:
Dort arbeiten Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung zusammen.